Wie viele Zähne hat ein Mensch? Milchgebiss, bleibende Zähne und was passiert, wenn es zu viele Zähne sind

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Wie viele Zähne hat ein Mensch? Milchgebiss, bleibende Zähne und was passiert, wenn es zu viele Zähne sind

Im Verlauf des Lebens durchläuft der menschliche Körper viele Veränderungen, darunter auch die Anzahl der Zähne. Die Frage, wie viele Zähne ein Mensch hat, ist jedoch nicht einfach zu beantworten. Neben dem Milchgebiss, das in der Regel 20 Zähne umfasst, und dem bleibenden Gebiss mit normalerweise 32 Zähnen, können zusätzliche Zähne auftreten.
Diese überzähligen Zähne werden als Supernumerärzähne bezeichnet und können in verschiedenen Bereichen des Mundes auftreten, wie zum Beispiel als zusätzliche Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren oder Molaren. Die Anzahl und Position der Supernumerärzähne können von Person zu Person variieren und können unterschiedliche Auswirkungen auf die Mundgesundheit haben. In einigen Fällen müssen sie entfernt werden, um Komplikationen zu vermeiden, während sie in anderen Fällen keine Probleme verursachen und belassen werden können.
Wie viele Zähne hat ein Mensch?Es können auch zu viele Zähne sein
Wie viele Zähne hat ein Mensch?
Wie viele Zähne hat ein Mensch?
Das Milchgebiss des Menschen hat 20 Zähne. Darunter finden sich acht Schneidezähne, vier Eckzähne und acht Backenzähne, die hälftig im Ober- und Unterkiefer zu finden sind. In den meisten Fällen brechen die Milchzähne ab dem sechsten Lebensmonat durch, wenige Kinder werden mit einem sogenannten Hexenzähnchen geboren.
Milchzähne sind kleiner und dünner als bleibende Zähne, sie sind daher auch anfälliger für Karies. Ihre Wurzel ist kürzer, damit sind sie leichter zu entfernen. Normalerweise fallen die Milchzähne von selbst heraus, Kinder helfen gern mit ein bisschen Wackeln nach. Teilweise müssen die Zähne durch den Zahnarzt gezogen werden, da sie sich verkantet haben. Ihre Kappenform lässt die Zähne teilweise sehr fest auf den bereits durchgebrochenen zweiten Zähnen haften.
Bis zum dritten Lebensjahr sind die Milchzähne vollständig durchgebrochen, doch schon mit rund sechs Jahren fallen die ersten Zähnchen wieder aus. Nun folgt das bleibende Gebiss mit insgesamt 32 Zähnen, darunter sind vier Weisheitszähne. Letztere lassen sich Zeit und beginnen ungefähr ab dem 16. Lebensjahr zu wachsen. Sie stoßen im besten Fall gerade durch, im schlimmsten Fall haben sie zu wenig Platz im Kiefer und müssen kieferorthopädisch gerichtet oder gezogen werden.
Das bleibende Gebiss weist gegenüber dem Milchgebiss acht zusätzliche Zähne auf, dabei handelt es sich um je zwei Backenzähne pro Kieferseite. Die zweiten Zähne sind stärker und widerstandsfähiger, ihre Schmelzschicht ist dicker. Damit sind diese Zähne besser gegen Karies gerüstet, müssen allerdings dennoch sorgfältig gepflegt werden. Wurde eine Karies der Milchzähne nicht behandelt, können die bleibenden Zähne bereits mit einem Loch wachsen.

Es können auch zu viele Zähne sein

Besitzt ein Mensch zu viele Zähne, spricht der Fachmann von einer Hyperdontie. Sie ist das Gegenstück zur Hypodontie, bei der zu wenige Zähne vorliegen. Theoretisch ist es kein Problem, wenn sich im Kiefer mehr als die üblichen 20 oder 32 Zähne befinden. Praktisch hingegen kann es zu Fehlstellungen kommen.

Die Hyperdontie ist jedoch gut behandelbar. Die Therapie erfolgt durch einen kieferchirurgischen Eingriff und hier durch eine Freilegung der Zähne, die noch im Kiefer zurückgehalten werden.

Diese lassen sich entfernen. Bei Kindern werden überzählige Zähne grundsätzlich entfernt oder so behandelt, dass sie nicht störend wirken.

Bei Erwachsenen erfolgt die Behandlung nur, wenn die Zähne zu einem Störfaktor werden oder eine enorme Fehlstellung droht. Oft entwickeln gerade Backenzähne eine erstaunliche Kraft und sind in der Lage, die normale Zahnlinie zu stören, indem sie die übrigen Zähne verschieben.

Die Hyperdontie ist genetisch bedingt, wobei sie häufig im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie der Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte auftritt. Auch bei der Trisomie 21 („Down-Syndrom“) tritt häufig eine Hyperdontie auf. Ebenso ursächlich kann ein Unfall sein, der Fachmann spricht dann von einer erworbenen Hyperdontie.

Video: Meine Zähne – Das Milchzahngebiss

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